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Über den Verlag:
Ob in der Jazzkneipe oder auf dem Jakobsweg - ob in Köln, dem Vorgebirge, in Rheinhessen oder dem Südschwarzwald: Die Poesie des Alltags zu würdigen und von der Vergessenheit bedrohte Erinnerungen wie Erfahrungen zu bewahren, ist seit 2008 das Leitmotiv des Roland Reischl Verlags (Foto: Stand auf der Mainzer Minipressen-Messe 2011).

Vorwort zum Extrablatt - 35 Jahre Stadtwanderer Bert Brune:

Liebe Leserinnen und Leser, 

während in Deutschland der Terrorismus, in den USA der Amtsantritt von Jimmy Carter und aus Osteuropa die Bürgerrechtler der „Charta 77“ von sich reden machen, zieht in Köln ein 34-jähriger Gymnasiallehrer in die Südstadt (auf dem Foto der Chlodwigplatz), wo er das „kreative Potenzial“ zu Hause weiß;

während im gleichen Jahr die Nachrufe auf Carl Zuckmayer, Sepp Herberger, Ludwig Erhard, Ernst Bloch, Elvis Presley und Charles Chaplin erscheinen, gründet Bert Brune eine Wohngemeinschaft. Seinen Lehrerjob hängt er an den Nagel, damit er am kreativen Potenzial endlich teilhaben kann. Dieses pflegt sich bevorzugt ab 23 Uhr in Südstadtkneipen wie dem vom Böll-Neffen Clemens geführten „Chlodwig-Eck“ zu entfalten;

während vor 35 Jahren eine Zeitschrift namens „Emma“ das Licht der Welt erblickt, Günter Wallraff in „Der Aufmacher“ die Praktiken der BILD-Zeitung entlarvt und „Amnesty International“ den Friedensnobelpreis erhält, erzählt Bert Brune in „Künstler werden ist nicht schwer“, wie er seine Aquarelle zu verkaufen versucht, bis er von der viel versprechenden Idee einer Verlagsgründung hört und ein Tintenfisch ihm endlich die Augen öffnet;

während andere sich immer nur erinnern, was früher anders, besser und vor allem nicht so teuer war, bringt Bert Brune als Stadtwanderer bis heute stets sofort und dadurch authentisch zu Papier, was er auf seinen Runden so alles erlebt, zu Ohren bekommt, beobachtet und sich dabei denkt;

während auch 2012 viele Medien mit Rückblicken die Vergangenheit verklären, lädt der Stadtwanderer zu seinem 35. Dienstjubiläum ein, ihn auf „Eine Runde um den Block“ zu begleiten. Und zwar mit jenen drei Kurzgeschichten aus dem gleichnamigen  Buch, die er im Jahre 1977 verfasst hat – und deren Präsentation als Extrablatt im pdf- Format mir eine große Ehre ist.

Ihnen viel Spaß beim Stöbern im Internet, beim Lesen der Bücher und natürlich unterwegs –
und auch weiterhin viel kreatives Potenzial
wünscht dem Stadtwanderer sein Verleger

Roland Reischl